Neubau oder Sanierung?
Eine Entscheidung gegen die Sanierung sollte nur nach ausführlicher Abwägung und Diskussion mit allen Beteiligten mit eindeutigem Ergebnis erwogen werden. Die bestehende Bausubstanz ist meist zu wertvoll, um sie durch Recycling einer geringwertigeren Nutzung zuzuführen.
Ist ein Rückbau nicht zu vermeiden, sollte die Wiederverwendung von Bauteilen und Material an anderer Stelle durch Werbung, Aufrufe und Förderung angestrebt werden (Urban Mining). Oft bietet eine ressourcenschonende Planung mit Teilrückbau statt Gesamt-Abriss, beispielsweise eines Abschnitts, einer Fassade oder eines Dachteiles, schon genügend Potenzial zur Weiternutzung des übrigen Gebäudes
Sanierungskonzept
Projektentwicklung, Verantwortliche, Software, Maßnahmen, Kosten, Zeitplan, Finanzierung, Qualitätssicherung
Energetische Bewertung
Eine Projektierung mit dem Passivhaus-Vorprojektierungspaket lässt in groben Zügen den Einfluss verschiedener Konstruktionen und Bedingungen auf den Energiehaushalt vergleichen.

Serielle Sanierung
Für die Sanierung größerer Gebäude kann die serielle Sanierung ein geeignetes Konzept sein, besonders wenn es um die Sanierung großer Flächen in kurzer Bauzeit oder mit geringen Einschränkungen bei der Nutzung geht. Dabei wird die Gebäudehülle mit 3D-Laserscans präzise vermessen, so dass die am witterungsgeschützten Produktionsort gefertigten Bauteile später in kurzer Zeit passgenau montiert werden können. Es können Technikeinheiten z.B. zur Raumlüftung oder PV-Module integriert werden.
Der aus den Niederlanden stammende Begriff „Energiesprong“ wird auch bei der DENA verwendet. Partner zur Vermittlung und Marktvorbereitung ist das Ökozentrum NRW in Hamm.
Umfeld
Außenflächen sollten grundsätzlich in die Betrachtung von Energieerzeugung, Speicherung oder Pufferung einbezogen werden. Erdreich- oder Wasservolumina puffern oder speichern überschüssige Wärme. Im Unterkapitel Technik steht mehr dazu.
Grünflächen beeinflussen das Mikroklima positiv durch Sauerstoffproduktion, Feuchteregulierung und Windwiderstand, Laubbäume können im Sommer hilfreiche Schattenspender sein.
Regenwasser sollte in ober- oder unterirdischen Speichern oder Dachflächen gepuffert werden, was Kanalnetze entlastet und wo es für Bewässerung oder Rückkühlung zur Verfügung steht.